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Deutsche News und ArtikelFreitag 7. Januar 2005, 20:12 Uhr Leonardo DiCaprio bei «Aviator»-Premiere gefeiert Berlin (dpa) - Hollywoodstar Leonardo DiCaprio ist am Abend bei der Deutschlandpremiere seines neuen Films «Aviator» in Berlin gefeiert worden. DiCaprio ging mit seiner Schauspielerkollegin Cate Blanchett über den roten Teppich vor dem Delphi-Filmpalast. Beide nahmen sich viel Zeit für Autogramme. Zwei Fans wurden außerdem von DiCaprio und Blanchett aus der Menge ausgewählt, um an der Premiere selbst teilzunehmen. In dem knapp dreistündigen Epos von Martin Scorsese spielt DiCaprio den US-Flugpionier Howard Hughes. Link
Hier erzählt sein Onkel Dietmar die Wahrheit über Leonardos Affäre mit Gisèle Bündchen Leonardo DiCaprio, 30, ist nicht allein an der Spree. Im Schlepptau hat er seine ganze Familie: Mama Irmelin, Oma Helene, Cousin Scott und Onkel Dietmar. Und mit ihnen feierte Leo Freitagabend erst die große Deutschlandpremiere seines neuen Kinofilms "Aviator", dann wurde auf der anschließenden Premieren-Party im "Theater des Westens" noch bis 2.30 Uhr fröhlich weitergefeiert. Sonnabend vormittag dann absolvierte Leo seinen Interview-Marathon im "Ritz Carlton" am Potsdamer Platz. Während der Beau den Journalisten bis zum späten Nachmittag Rede und Antwort stand, machte sich seine Familie auf Sightseeing-Tour durch die Hauptstadt. Höhepunkt war der Besuch des Berliner Doms - da sahen sie sich die Hohenzollern-Gruft an. Hinterher gab's noch ein Winke-Winke-Erinnerungsfoto fürs Familienalbum. Danach verriet Leonardos Onkel Dietmar der BZ am Sonntag die Wahrheit über die Beziehung des Superstars zu Top-Model Gisèle Bündchen. Dietmar Scheuner: "Kurz vor Weihnachten war Leonardo mit seiner Freundin Gisèle bei uns zuhause in Recklinghausen. Gisèle ist sehr nett, und wir alle hatten eine schöne Zeit." Also ist an den ganzen Trennungsgerüchten nichts dran? Der Onkel: "Nein, sie sind total verliebt. Wie glücklich die beiden sind, davon haben sie die ganze Familie überzeugt." Schade, heute reist Leo schon wieder weiter nach Madrid - aber er ist ja nicht allein. Oma Helene, 89: "Ich fliege mit, das ist doch klar." Foto: Leos Oma Helene (2.v.l.), Mama Irmelin (5.v.l.), Onkel Dietmar (2.v.r.), Cousin Scott (ganz rechts)
Stadtmenschen Sonntag, 9. Januar 2005 Nur Liebes über Leo bei der "Aviator"-Party im Theater des Westens Der Film hat 110 Millionen Dollar gekostet, wird seinem Regisseur möglicherweise zu dessen langersehntem Oscar verhelfen und zeigt einen Hauptdarsteller, der auf dem Sprung ist, zu einem der ganz Großen zu werden. Ihn aber, Leonardo DiCaprio, interessierte nach der Deutschlandpremiere am Freitagabend nur eins: Wie hat's Oma gefallen? Click here to find out more! Von der Bühne des Delphi-Kinos bedankte sich der 30jährige nach einer mit viel Applaus bedachten Vorstellung zuerst bei Großmama Helene in den Birken, 89, dafür, daß sie aus ihrem heimischen Oer-Erkenschwick "hier hoch" nach Berlin gereist war. Anschließend ging es zu Premierenfeier und Filmkritik im engsten Familienkreis ins Theater des Westens. Umschwirrt von Personal, das zünftige Hausmannskost und Getränke auftrug, wurde unter drei Kronleuchtern im Foyer getanzt und der soeben erlebte Film diskutiert. Die einen fanden DiCaprio "grandios" oder schlicht "anbetungswürdig". Die anderen waren mehrheitlich Männer. Ein schlechtes Wort über Hauptdarsteller und Film drang aus keinem der beiden Lager. Wolfgang Joop, der seine lächelnde Stammbegleitung, Model Franziska Knuppe mit sich führte, würdigte die Leistung DiCaprios in der Rolle des exzentrischen, im Film zuletzt 50-jährigen Milliardärs Howard Hughes: "Man hat es ja nicht leicht, wenn man sein Baby Face behalten hat." Kameramann Michael Ballhaus, der einige der schönsten Filme von "Aviator"-Regisseur Martin Scorsese fotografierte und schon die nächste Zusammenarbeit mit ihm und DiCaprio vorbereitet, sagte, der Film erst mache die "Besessenheit von Howard Hughes begreiflich". Hatte Schauspieler Matthias Schweighöfer schon zugegeben, er "verehre DiCaprio sehr" und Christoph M. Ohrt gestaunt, "wieviel der Mann inzwischen drauf hat," räumte ihre Kollegin Nicolette Krebitz fehlende Objektivität ein: "Wie er gespielt hat? Da fragen Sie die Falsche, ich bin ein Riesenfan." Und so weiter. Das Objekt der Bewunderung befand sich indes in der VIP-Lounge, wo es außer Sichtweite der Kameras mit der Familie beisammen saß. Wie zuvor im Restaurant "Ana e Bruno", wo die Filmcrew während der Vorführung gegessen hatte, war "Lola-rennt"-Regisseur Tom Tykwer ins Gespräch mit "Aviator"-Star Cate Blanchett vertieft - die beiden hatten für den Tykwer-Film "Heaven" zusammengearbeitet. Ebenfalls dabei war der Woody-Allen-Schauspieler und DiCaprio-Kumpel Lukas Haas, der vor zwei Jahren im Troß von "Spiderman" Tobey Maguire nach Berlin kam. Gestern absolvierten die Hauptdarsteller ihre Interviewtermine. Während Blanchett am Abend gen London flog, wollte DiCaprio noch das Restaurant Borchardt in Mitte besuchen und erst heute zur nächsten Premiere nach Madrid weiterziehen. Patrick Goldstein
Rauschende Filmpremiere von „Aviator“ im Delphi Palast
DiCaprio in Berlin: Nicht ohne Oma HeleneVon CAROLIN DENDLER Kreisch-Alarm! Bibbernde Teenies warten mit Herzklopfen in der Kälte und betteln um ein Autogramm. Leonardo DiCaprio (30) bahnt sich wie ein Gladiator den Weg über den roten Teppich. Hier ein Interview, da ein Autogramm, ein Foto an der Seite der australischen Leinwandschönen Cate Blanchett (35), seiner neuen Filmpartnerin. So ein echter Hollywood-Held wie der „Titanic“-Star braucht schon mal eine Stunde für 20 Meter auf dem roten Teppich. Leos Augen sind so blau wie sein Schlips. Sein Anzug ist made in Germany und war gratis – eine Gabe der Firma Boss. Sein Ziegenbärtchen ist sicher hip, doch gewöhnungsbedürftig. Ein bißchen ernst wirkt er, obwohl Leo Freitag abend seinen neuen 110 Millionen Dollar teuren Film „Aviator“ (Filmstart: 20. Januar, bereits nominiert für sechs „Golden Globes“) vorstellte. Eigentlich hat er allen Grund zu strahlen, denn für seine Darstellung des exzentrischen Filmmoguls Howard Hughes wird er bereits für einen „Oscar“ gehandelt, so Star-Kameramann Michael Ballhaus (69). Vielleicht lacht Leo weniger als sonst, weil der Teenie-Schwarm endlich sein Schnuckel-Image loswerden will. Eine ganz eigene Erklärung dafür hat eine alte Dame, die am Ende des roten Velours in einem roten Mantel dasteht: „Der ist nicht ernst, der ist immer gutgelaunt. Aber das ist ja auch anstrengende Arbeit für ihn, dieser ganze Rummel. All die jungen Mädchen warten auf ihn“, sagt mir die weißhaarige Dame, die das Spektakel vor dem Delphi-Filmpalast in Berlin mit einem glücklichen Lächeln verfolgt. Helene In den Birken (89) ist Leos Omi. Sie wohnt in Oer-Erkenschwick (bei Recklinghausen). Daß ihr Enkel Traumgagen um 20 Millionen Dollar pro Film verdient, kann man an ihrem Handgelenk erkennen – dort blitzt eine güldene Cartier mit Brillis. Ein Geschenk von Leo. Wie sehr er seine Omi schätzt, erfahren Stunden später Premierengäste wie TV-Star Christoph M. Ohrt (44), Komiktalent Markus Maria Profitlich (44) oder auch Modeschöpfer Wolfgang Joop (60). Auf der Bühne verkündet Leo artig: „Ich möchte ganz besonders meine Oma grüßen.“ Oma Helene hat ihn mit aufgezogen. Sie lebte bis 1983 in den USA und war immer da, wenn Mama Irmelin (58) arbeiten mußte. In den letzten Jahren war Leo für Oma da, zum Beispiel als 1995 ihr Mann Wilhelm starb. Da flog der Vorzeigeenkel nach Deutschland und tröstete sie. Heute fliegt Oma, wenn es die Gesundheit erlaubt, immer zu seinen Filmpremieren. Nur dieses Weihnachtsfest konnten sie nicht zusammen verbringen. Leos Großmutter: „Ich war im Krankenhaus, aber ich habe ihm ein schönes Geschenk geschickt.“ Was schenkt man einem Weltstar, der alles hat? Helene In den Birken: „Mein Mann war Bergmann im Ruhrgebiet. Da habe ich Leo eine Statue mit einem Bergarbeiter geschickt, damit der Junge nie vergißt, wo er herkommt.“ Die Oma kennt natürlich jeden seiner Film auswendig, hat sie alle auf Video und liebt besonders seinen Erstling „This Boy’s Life“ (1993) – „weil er da so natürlich spielt“. Findet sie nicht, daß Leo bald heiraten sollte? Oma Helene schaut mich mit einem Lächeln an und meint: „Wenn Sie so viele Fragen stellen, sollte ich wohl Geld dafür nehmen . . .“ Mit fast 90 ist sie ein absoluter Medien-Profi – wie auch Leos Mutter Irmelin (58), die nun auch am Ende des roten Teppichs auf ihren prominenten Sprößling wartet und glücklich sagt: „Ich bin sehr stolz auf meinen Sohn.“ Gestern, 15 Uhr – Leonardo DiCaprio ist gesprächiger. Im Hotel „Ritz Carlton“ in Berlin gibt er Interviews, schließlich ist er auch Produzent von „Aviator“, da muß man schon mal die große Werbetrommel rühren. Er trägt einen grauen Pulli, hat gute Laune und spricht über seine Träume: „Klar, hätte ich gern einen ,Oscar‘, wer nicht?“ Er würde gern mal in Berlin drehen, weil er als kleiner Junge die Stadt mit der Mauer erlebte. Er entschuldigt sich sogar, daß er das Interview nicht auf deutsch führen kann – „ich konnte es als Kind, aber ich habe die Wörter leider vergessen.“ Und er schwärmt von Oma Helene: „Sie ist wunderbar. Ein Mensch noch aus der alten Welt. Sie hat keine Angst, mir zu sagen, was sie denkt.“ In der Hoteleingangshalle treffe ich Leos Großmutter wieder. Sie trinkt Kaffee. Hat ihr das dreistündige Filmepos gefallen? Oma Helene, ganz ehrlich: „Wissen Sie, ich habe nicht immer alles verstanden. Das war ein bißchen kompliziert für mich. Aber Leo war toll.“ Und wie fand sie die Nacktszenen? Oma Helene putzt sich die Brille und denkt nach. Dann sagt sie: „Ich habe da nichts gesehen, was ich nicht schon lange kenne.“ Link
Berliner Zeitung Samstag, 08. Januar 2005 Er ist ja noch jung Andreas Kurtz Damit wäre jetzt also auch das Hollywoodstar-Jahr in Berlin eröffnet: Cate Blanchett und Leonardo DiCaprio, die am Freitag Suiten im Ritz-Carlton am Potsdamer Platz bezogen, sind ein guter Anfang. Sie trafen auf ihrer Reklametour für den Film "Aviator", in dem es um die Lebensgeschichte des Milliardenerben und Filmproduzenten Howard Hughes geht, am frühen Freitagnachmittag aus Paris kommend in Berlin ein. Am Abend schritten beide bei der Deutschlandpremiere im Kino Delphi an der Fasanenstraße über den roten Teppich, kehrten dann beim Nobelitaliener "Anna e Bruno" ein und wollten anschließend (nach Redaktionsschluss) bei der späten Premierenparty im Theater des Westens mitfeiern. DiCaprio ist ja noch jung. Wir wollen also nicht übermäßig nachtragend sein. Obwohl er ja vielleicht ahnen konnte, dass es ungeschickt ist, am Anfang einer Europatournee den Reportern in der italienischen Hauptstadt zu sagen: "Ich bin so froh, wieder in Rom zu sein" Und mehr noch: "Das ist weltweit meine absolute Lieblingsstadt." Da freut man sich doch in Paris und Berlin! An der Spree konnte Leonardo DiCaprio dafür ein kleines Familientreffen feiern. Seine deutsche Großmutter Helene In den Birken aus Erkenschwick im Ruhrgebiet traf nämlich ebenfalls am Freitagnachmittag im Ritz-Carlton ein. Seine Mutter Irmelin Indenbirken gehört als Teil seines Managements sowieso zu seinem Reisetross. Vor der Premiere leistete Leo Mama und Oma in der Ritz-Carlton-Brasserie beim Essen Gesellschaft (wobei er einen Jogginganzug trug) und stellte sich artig Omas Freundinnen vor. Oma revanchierte sich auf dem roten Teppich mit dem Satz: "Ich war schon immer stolz auf meinen Enkel." Cate Blanchett trug auf dem Teppich ein dünnes Plisseekleidchen, er hatte die Joggingkluft gegen einen dunkelblauen Anzug getauscht. Im richtigen Leben, so erzählte Frau Blanchett, würde sie einem Mann wie Howard Hughes nicht zu Füßen liegen: "Das ist wirklich nicht mein Typ." DiCaprio, der den Tsunami-Opfern mit einer Millionenspende geholfen hat, musste am roten Teppich passen als ihm eine Sammelbüchse unter die Nase gehalten wurde: "Ich habe kein Geld dabei. Aber ich verspreche, dass ich jemanden mit Geld vorbeischicke." Und dann kam der Satz, auf den wir nach dem Rom-Ausrutscher gewartet haben: "Ich liebe Berlin. Ich war hier schon als kleiner Junge vor dem Mauerfall." Unter den "Aviator"-Gästen: Die Regisseure Wolfgang Becker, Romuald Karmakar und Pepe Danquart, Hollywood-Kameramann Michael Ballhaus ("Ich habe den Film schon zweimal gesehen. Leo ist hinreißend gut."), die Schauspieler Thomas Heinze, Jasmin Gerat, Matthias Schweighöfer, Minh-Khai Phan-Thi ("Für mich ist Leo OscarFavorit!"), Modedesigner Wolfgang Joop und Comedian Markus Maria Profitlich. Link Sonntag 9. Januar 2005, 10:34 Uhr Lächeln vor der Kamera, Stress hinter den Kulissen Berlin (AP) Knapp fünf Wochen vor dem Start der Berlinale hat Berlin am Wochenende schon einmal ausgiebig Hollywood-Luft geschnuppert. Die Filmstars Leonardo DiCaprio und Cate Blanchett kamen, um ihren neuen Film «The Aviator» vorzustellen. Am Freitagabend fanden Premieren-Vorführung und Party statt, am Samstag der übliche Interviewmarathon. Hinter den Kulissen herrschte hektische Betriebsamkeit, denn der Zeitplan bei solchen Anlässen ist eng. DiCaprio kam schon zur viel umjubelten Premierenveranstaltung im Traditionskino «Delphi» eine gute Dreiviertelstunde zu spät. Der 30-Jährige hatte seine Zeit im Bistro des Nobelhotels «Ritz Carlton» verbummelt, wusste die «Berliner Morgenpost» am Tag darauf zu berichten. Zur Begeisterung der Fans nahm sich DiCaprio jedoch ausführlich Zeit, Autogramme zu geben und sich fotografieren zu lassen. Währenddessen warteten geladene Gäste wie der Designer Wolfgang Joop, Kameramann Michael Ballhaus oder die Kabarettistin Désirée Nick im Kinosaal schon auf den Beginn der Vorführung. Bis zum Party-Bier im «Theater des Westens» war weitere Geduld gefordert: Drei Stunden dauert Martin Scorseses Film «The Aviator» (Kinostart: 20. Januar), der das Leben des von DiCaprio gespielten amerikanischen Milliardärs, Luftfahrtpioniers und Filmproduzenten Howard Hughes nachzeichnet. An dem für zahlreiche Interviewanfragen reservierten Samstag stand Cate Blanchett unter Zeitdruck. Sie musste noch am Nachmittag nach England zurückreisen, wo sie mit ihrem Ehemann Andrew Upton und den beiden Söhnen Dashiell und Roman Robert lebt. Zu der am 10. Februar startenden Berlinale will Blanchett mit ihrem Film «The Life Aquatic» aber schon wieder in Berlin sein. In «The Aviator» spielt sie die Hollywoodlegende Katharine Hepburn. «Hepburn sagte immer: Man kann nicht Karriere machen und daneben eine Familie und eine gut funktionierende Beziehung haben», erklärte die gebürtige Australierin. Bei ihr sei das nicht so, aber: «In diesem Beruf muss man Kompromisse machen». Kompromisslos zeigte sich DiCaprio bei der Speisekarte. Weil ihm die offerierten Speisen fürs Mittagessen allesamt nicht zusagten, musste die Küche eine Extra-Mahlzeit zubereiten - die Interviewtermine verzögerten sich um mehr als eine Stunde. Man müsse als Schauspieler von dem Beruf schon besessen sein, erklärte der im grauen Rollkragenpullover gekleidete DiCaprio anschließend lächelnd. «Ich lebe meinen Traum als Schauspieler», sagte DiCaprio zu seinem Dasein zwischen Filmpartys, Dreharbeiten und Privatleben. So sei er sehr stolz sei darauf, beim Millionenerfolg «Titanic» mitgewirkt zu haben. Schlagzeilen übers Privatleben lassen ihn dabei offenbar kalt: «Nun, von Leuten missverstanden zu werden, ist eine Sache, die man eben nicht kontrollieren kann.» «Ich bin kein Frauenheld», sagte DiCaprio, und in diesem Punkt werden ihm seine vor allem weiblichen Fans wohl nicht zustimmen. In «The Aviator» bekommen sie Bemerkenswertes serviert: DiCaprio entledigt sich seiner Kleidung - ganz ohne Zeitdruck.
EingeseiftGlosse von Peter ZanderEigentlich heißt es ja, man sollte sich nicht mehr die Hände waschen, nachdem man sie mit einem Hollywoodstar geschüttelt hat. Wie allerjüngste Erfahrungen lehren, sollte man es allerdings auch davor nicht tun. Zumindest nicht im Ritz Carlton Hotel. In den dortigen sanitären Einrichtungen nämlich spritzt die Seife so dynamisch aus dem Seifenspender, daß nicht nur die Hände was davon haben, sondern auch das Hemd. Und zwar flächendeckend. Was auch im trockenen Zustand noch deutlich zu sehen ist. Was also tun, wenn man gleich Cate Blanchett und danach auch noch Leonardo DiCaprio interviewen soll? In Winterjacke erscheinen? Die Arme verschränken und das ein ganzes Gespräch lang durchhalten? Oder ihnen einfach hoch erhobenen Hauptes beschmutzt entgegentreten? "Ihr Füller läuft aus", haben wir mal unserem Deutschlehrer gesagt und auf den blauen Fleck auf seinem weißen Hemd gezeigt. "Ich weiß", sagte der mit aller Würde, die man in so einer Situation aufbringen kann. In buchstäblich letzter Sekunde, bevor ich der großen Cate die Hand schütteln durfte, wurde ich gerettet. Das Hotel wußte einzulenken. Aus der Wäscherei rannte eine Pagin hoch mit vier verschiedenen so genannten "Gebrauchswesten". Eine davon paßte. Es war natürlich die letzte.
Was verbindet Leonardo DiCaprio mit Oer-Erkenschwick? Seine Oma. Zur Deutschlandpremiere seines neuen Films "Aviator" in Berlin brachte der US-Schauspieler seine deutsche Großmutter Helene mit, die aus dem Ruhrpott angereist kam. Rührend: Die kleine Dame strahlte auf dem roten Teppich vor dem Delphi-Filmpalast in die Kameras. "Ich bin nicht nur heute abend stolz auf ihn, sondern immer", sagte sie. "Ja, immer!" pflichtete auch DiCaprios Mama Irmelin bei. Peinlich war dagegen der Auftritt des Moderators Steve Getchen: Kaum war die Filmvorführung zu Ende, setzte das Publikum zum begeisterten Applaus an. Die Gäste, darunter Deutschlands erfolgreichster Kameramann in Hollywood, Michael Ballhaus, hatten sich schon zu Standing Ovations erhoben, da würgte Getchen mit einer belanglosen Moderation den Beifall ab. Kein Gespür für große Momente, Herr Getchen!
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